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Lärm macht krank: Internationaler Tag gegen Lärm

LärmAm 30.4. war der „Internationale Tag gegen Lärm“. Initiativen aus Bereichen der Gesellschaft konnten deutlich machen, dass Lärm nach wie vor ein großes Thema für die Gesundheit und das Wohlergehen der Bevölkerung ist.

Wissenschaftler der Weltgesundheitsorganisation (WHO) machten deutlich, dass der Lärm weltweit zu den wichtigsten Krankheitsursachen gerechnet werden muss.

 

Stressfaktor Lärm

Am Tag des Lärms wurde in vielen Medien gefragt, was denn gesundheitsgefährlichen Lärm vom normalen Krach unterscheidet. Jedes unangenehme Geräusch, jede hohe Schallintensität kann zum Stressfaktor werden und Hörschäden verursachen, darüber sind sich die Wissenschaftler einig. Allerdings kann die Häufigkeit und die Intensität des Lärms nach dem Überschreiten gewisser persönlicher Stresslevel zum Problem werden. Schädigt ein einzelnes Lärmereignis stark das Gehör, kann dies als Lärmtrauma sehr lange nachwirken und zu einer erheblichen Gesundheitsbelastung werden. Noch problematischer sind aber Dauerbelastungen durch Straßenlärm in belebten Stadtzonen, wenn man immer häufiger einem Geräuschpegel von mehr als 75 Dezibel ausgesetzt ist.

Gesteigertes Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko durch Verkehrslärm

Besonders aktiv am internationalen Tag gegen Lärm wurde der österreichische Verkehrsclub. Eine aktuelle wissenschaftliche Analyse wurde vorgestellt, die klar belegen kann, dass das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko durch Verkehrslärm signifikant gesteigert wird. Befragt wurden Einwohner einer bestimmten Region, doch die Ergebnisse sind europaweit übertragbar. Während man wissenschaftlich davon ausgeht, dass bereits 65 Dezibel ein gesundheitliches Risiko darstellen, wurden bei einer Vielzahl von Straßen der Region Werte von 75 Dezibel und mehr gemessen.

Prävention: Lärmbelastung swnken durch Verkehrsberuhigung

Vorschläge zur Reduzierung des Lärms und für weitere Präventionsmaßnahmen gab es am internationalen Tag gegen dieses Umweltproblem viele. Der österreichische Verkehrsclub setzt auf mehr Verkehrsberuhigung. Wenn man die Autofahrer häufiger dazu zwinge, die Geschwindigkeit zu reduzieren, dann nehme die Lärmbelastung automatisch dadurch ab, da die Lust auf die Fahrt mit dem Auto abnehme. Bis zum nächsten internationalen Tag gegen Lärm ist also ausreichend Zeit, diese und andere Maßnahmen hinsichtlich ihres Erfolges zu analysieren und zu bewerten.

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