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Medizinstudium im Ausland hat Vor- und Nachteile

Wer Medizin studieren möchte, hat es in Deutschland oft nicht leicht. Weil es viel weniger Studienplätze als Bewerber gibt, müssen angehende Studenten trotz guter Abiturnote oft mehrere Semester warten. Wer das nicht möchte, für den kann ein Studium im Ausland eine sinnvolle Alternative sein. Zumindest lässt sich damit die Wartezeit sinnvoll überbrücken. Allerdings fallen dafür oft hohe Gebühren an.

Auslandsstudium – aber wo?

Auch im Ausland sind Studienplätze für Medizin begehrt. Auf Bewerber können daher komplexe Aufnahmetests oder hohe Kosten zukommen. Sinn macht für deutsche Studenten ein Studium im englischsprachigen Ausland doch sowohl in England als auch in den USA ist die Zahl der Studienplätze ebenfalls begrenzt. Es kann allerdings Sinn machen, sich an kleineren Universitäten zu bewerben. Die Chancen auf einen freien Studienplatz sich dort größer und die Gebühren oft geringer.
Keinen Platzmangel gibt es dagegen in der Regel an Universitäten in osteuropäischen Ländern. Dafür sind die Gebühren dort aber höher. Außerdem: Während der theoretische Unterricht oft noch auf Englisch erfolgt, sollte spätestens ab dem klinischen Teil die Landessprache beherrscht werden.

Wer studieren und gleichzeitig ein wenig Urlaubsfeeling genießen möchte, den zieht es vielleicht nach Spanien. Hier gibt es aber die Selectividad – eine sehr schwere Aufnahmeprüfung. Zudem gilt das Medizinstudium in Spanien als zu theoretisch. Es empfiehlt sich daher, eher nur die großen Scheine in Physik, Biologie und Chemie in Spanien zu machen und das restliche Studium dann doch lieber in Deutschland zu absolvieren.

Medizinstudium ohne Abitur

In manchen Ländern kann man auch ohne Abitur Medizin studieren. In englischsprachigen Ländern sind zum Beispiel nur ein standardisierter Englischnachweis und ein Zulassungstest nötig. In den USA muss man den General Educational Development Test GED absolvieren .In den Niederlanden genügt eine abgeschlossene Berufsausbildung, um für die Tests zugelassen zu werden.

Wird das Auslandsstudium in Deutschland anerkannt?

Um hierzulande als Arzt oder Ärztin zu arbeiten, benötigt man die so genannte Approbation, das ist eine staatliche Zulassung. Den entsprechenden Antrag muss man nach einem Auslandsstudium in Deutschland stellen. Die zuständige Stelle prüft dann, ob der Abschluss gleichwertig ist. Ist er das nicht, wird eine Prüfung angesetzt. Das Prüfungsverfahren ist kostenpflichtig. Bei Scheinen aus dem Ausland entscheiden die deutschen Unis über die Anerkennung.

Soviel kostet das Studium im Ausland

Das Medizinstudium im Ausland kann ziemlich teuer werden. Eine günstige Alternative ist Österreich. An staatlichen Unis fallen keine Gebühren an. An privaten Universitäten können sich die Kosten dagegen auf über 12.000 Euro pro Jahr belaufen. In Luxemburg gibt es keine Studiengebühren – es muss nur eine Verwaltungsabgabe gezahlt werden. In England müssten Studenten pro Jahr etwa 9.000 Pfund berappen – in Schottland dagegen nur 1.800 Euro. In Bulgarien müssen Studenten mit Kosten von etwa 8.000 Euro im Jahr rechnen. In Polen mit rund 10.000 Euro.

Weitere Infos zum Thema Medizin studieren im Ausland finden Sie unter:
https://www.studiummedizineuropa.de/studieren-sie-medizin-im-ausland-in-europa

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